10 Gründe bei Windows 7 zu bleiben!

Überall lese ich nur, dass der versierte User zu Windows 10 wechseln und das kostenlose Upgrade in Anspruch nehmen soll. Die großen Deutschen Computerfachzeitschriften sind sich Ausnahmsweise alle einig. Warum? Mein Artikel möchte Gründe nennen, weshalb ein Wechsel kein „Must Have“ ist und weshalb der Computer ohne Upgrade trotzdem noch funktioniert. Windows 8 habe ich völlig ignoriert, seitdem ich die Vorschau dazu in einer Zeitung gesehen habe. Diese Metrostyle Kacke hat mir überhaupt nicht gefallen und es gefällt mir immer noch nicht. Das es keine Taskleiste und kein Startmenü mehr gab, ja mei irgendwo wird halt immer gespart und wer modern sein will muss eben leiden. Da Windows 8 ein, für mich richtig vermuteter, Reinfall war, habe ich mich für Windows 10 nicht weiter interessiert, bis ich eines Tages von diesem GWX Symbol in meiner Taskleiste belästigt wurde. Ein toller Hinweis, dass ich vergessen habe, die automatische Installation meiner Updates zu deaktivieren. Neugierig klickte ich darauf und mir wurde ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 angeboten, sobald es verfügbar ist bla bla bla. Ich reservierte es mir. Ich wollte mir Neugierdehalber den Spaß mal antun. Irgendwann so am 10. August wurde mir mitgeteilt, dass Windows 10 bereit zur Installation ist. Ich willigte, nachdem ich mein Windows 7 gesichert hatte, ein. Nach gefühlten Stunden der Installation, war es dann endlich soweit: Ich befand mich auf dem Desktop von Windows 10. Ab da fing ich an, Gründe gegen Windows 10 zu finden:

1.) Style:
Das Aussehen ist hässlich. Über Geschmack kann man sich bekanntlich streiten, doch mir gefällt dieser einheitliche Metrostil, auf den verächtlicher Weise auch viele Webseiten aufspringen, überhaupt nicht. Mit so einem platten Kram kann ich nicht viel anfangen und das man daran auch nicht viel ändern kann, außer die Farben zu verändern ist noch schlimmer.

2.) Unübersichtliches Startmenü:
Es gibt zwar wieder ein Startmenü doch es ist unübersichtlich und die Konfiguration erst nach einigem Studium durchführbar. Sicher, für Wechsler von Windows 8 kein Ding, doch für Windows 7 Anwender, die mit diesen neuen Apps im Startmenü nichts anfangen können, ist das nicht sehr motivierend.

3.) Benutzerkonfigurationen unerwünscht:
Die Deinstallation unerwünschter Apps habe ich zwar schnell herausgefunden, doch wurde ich nicht vorher gewarnt, dass mir da mein Startmenü abstürzen kann und ich es samt den Systemeinstellungen nicht mehr aufrufen kann. Ich hatte es nach einem kleinen Workaround, den ich mühsam ergoogelt habe, wieder hinbekommen, doch war das System nach Allem basteln instabil. Note 6, es gibt schließlich auch Anwender, die dieses Appzeug auf Ihr Schmartphone oder Tablet verbannen und am Desktop PC davon nichts wissen wollen.

4.) Energiesparmodus verursacht Neuinstallation:
Schon leicht entnervt, wollte ich meine Erkundungstour unterbrechen und habe das System auf Energie sparen gestellt. Statt weiter machen zu können wo ich vorher war, blieb Alles schwarz. Nichts rührte sich mehr, aber der Rechner lief trotzdem. Ich wollte nicht auf dem Rechner meines geliebten Wesens Stundenlang nach einer Lösung googeln, also plättete ich mein System und installierte Windows 7, danach mein Systembackup um wieder auf Windows 10 zu kommen. Ein ganzer Tag nur für Windows im Arsch und praktisch nicht wirklich produktiv gewesen.

5.) Datensammelwut:
Durch irgendeinen Artikel habe ich gelesen, dass Windows 10 eine Nutzerdatenhure ist und faktisch Alles sammelt, was wie Userdaten aussieht. War und ist mir nicht neu, dass Windows seine User durchleuchtet, das macht Microsoft schon, seit es Windows 95 gibt. Wer Gegenteiliges glaubt, dem sei sein Glauben gegönnt, denn jeder Mensch braucht Etwas, an das er glauben kann. Also durchwühlte ich die Einstellmöglichkeiten, um es Microsoft wenigstens ein bisschen zu erschweren. Ich konnte einige Dinge unterbinden und installierte mir zusätzlich noch TinyWall, um wirklich der Firewall zu sagen, lass Nichts durch, außer ich sag Dir WAS. Damit verbrachte ich einen halben Tag. Denn die besagten Einstellmöglichkeiten sind gut versteckt und nicht immer leicht ersichtlich.

6.) Instabil:
Es gibt auch ein Tool, welches die Spy Aktionen von Windows 10 unterbindet, diverse Hosts schließt und unerwünschte Apps deinstalliert – nur Windows 10 mag das nicht, wird instabil und ich durfte mir wieder das gesamte System neu aufspielen.

7.) Programme verursachen Startmenü Absturz:
Ich wollte einfach nur Dragon Age: Origins in das Startmenü als Verknüpfung einfügen, was auch funktionierte, scheinbar. Doch als ich den Startbutton anklickte öffnete sich nicht das Startmenü. Es zuckte und ruckelte kurz, das wars. Also führte ich wieder den mir bekannten Workaround aus und es funktionierte wieder.

8.) Benutzerunfreundlich:
Man kann nicht sehr viel konfigurieren und selbst bei den Dingen, die man konfigurieren kann, sollte immer abgewogen werden, ob das Windows 10 auch verkraften kann, denn ansonsten spinnt es einfach herum und macht was es will.

9.) Suboptimaler Ressourcenverbrauch:
Es laufen viel zu viele Tasks im Hintergrund, die eigentlich nicht benötigt werden, ein deaktivieren oder deinstallieren das System jedoch instabil werden lassen. Dadurch werden die Ressourcen nicht gerade geschont.

10.) Cortana:
Cortana nervt, zumindest nervt mich die Tatsache, dass dieses Ding einem User einfach aufgedrückt wird, ohne die Möglichkeit einer vollständigen Deaktivierung. Damit meine ich wirklich vollständig und nicht, dass der Prozess trotzdem noch im Taskmanager auftaucht und im Hintergrund weiter Daten sammelt.

Fazit und Lösung:
Ich habe Windows 10 komplett runter gelöscht, nach dem der Wechsel aus dem Energiesparmodus wieder schwarz blieb. Anschließend habe ich mein Windows 7 komplett neu drauf gespielt, mit sämtlichen Formatierungen von Partitionen, die vorher von Windows verwendet wurden. Darunter auch eine 100 MB Partition die selbst vom vorherigen Windows und anschließend von Window 7 wieder neu erstellt wurde. Somit war wirklich Alles geplättet. In ein paar Stunden, nicht mal einem halben Tag, habe ich mir mein Windows 7 eingerichtet, inklusiver zig Styles und meiner bekannten Programme. Kein Wunder, Windows 7 kenne ich schließlich. Trotzdem sollte, meiner Meinung nach, ein Wiedererkennungswert vorhanden sein und das ist bei Windows 10 nicht der Fall.

Sicher mögen einige der oben genannten Gründe mehr oder weniger persönliche Erfahrungsgründe sein, doch kann ich mir denken, dass nicht nur ich diese Erfahrungen oder Ähnliche gemacht habe. Für manche Spieler ist ein Wechselgrund, dass Windows 10 DirectX 12 mitbringt. Mittlerweile gibt es aber ein Projekt, welches Vulkan heißt und Plattformübergreifend die Grafikanbindung kontrollieren soll. Viele Hersteller, darunter auch Nvidia, unterstützen dieses Projekt. Somit mache ich mir da keine großen Sorgen, dass ich Windows ewig nur zum Spielen verwenden werde.

Zusätzlich zu meinem Windows 7 habe ich mir Kubuntu 14.04 installiert und fühlte mich auf diesem Desktop sofort Zuhause. Ich habe vor Jahren schon einmal Kubuntu verwendet und was soll ich sagen? Ich habe mich sofort zurecht gefunden. Hier ist Wiedererkennungswert vorhanden und so sollte es auch sein, wenn ein System richtig und einigermaßen sicher angewendet werden soll. Microsoft hat diese Tatsache durch Windows 8 und 10 verhindert. Und zu meiner größten Überraschung habe ich einen Artikel gefunden, wo Nutzer immer noch Windows XP verwenden. Windows 7 und Windows XP sind weiterhin die Systeme von Microsoft, die am beliebtesten sind. Dadurch, dass Microsoft einen anderen Weg eingeschlagen hat und diese beiden Systeme seit 2014 und das Andere ab 2016 völlig ignoriert, wird deutlich, wie wichtig Microsoft die Anwender sind…

Für gefrustete Windows 10 Versucher:
Windows 10: It’s not a bug, it’s a feature!

Ist der Rechner abgeschmiert, hat der User WinDOOF ausprobiert…

Und nun mein Liebling:
„Software is like Sex, it’s best if it’s free.“ Linus Thorwald, Erfinder von Linux

In diesem Sinne,

Eure Awadea Ein Smiley mit qualmenden Joint

Awadea

Awadea

Liest seit sie zwei ist, schreibt Gedichte, Geschichten etc. seit sie zehn ist, spielt Computerspiele seit sie zwölf ist und bloggt, weil sie Spaß daran hat. Wie ihr Vater ist sie im Herzen ein echter Rebell! Mehr gibt es hier

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